Offizielle Trampolin-Einweihung auf dem Spielplatz „Am Sandacker“

Wer kennt es nicht – dieses lustige Kribbeln, wenn man auf dem Trampolin immer ein Stückchen höher fliegt. Mitten in der Schwebe und ohne festen Boden unter den Füßen macht sich ein spannendes Gefühl in der Bauchgegend breit: Wagemut und Wohlbefinden! Der rhythmische Wechsel von hoch und runter ist ein heiteres Unterfangen, das nur selten lautlos vonstattengehen kann. Jeder Trampolinspringer, ob nun jung oder alt, muss unweigerlich schmunzeln, lachen oder sogar vor Vergnügen quietschen. Und genau dieser akustische Frohsinn der begeisterten Hüpfer wurde von den Anwohnern im Ernst-Ludwig-Park als störend empfunden. Aber was des einen Leid ist der anderen Freud. So wurde das unliebsame Spielgerät aus der Elisabeth-Leuschner- Anlage zur Attraktion auf dem Spielplatz „Am Sandacker“. Bevor das Trampolin am neuen Standort offiziell am 13. August um 11:30 Uhr von Sozialdezernent Jochen Partsch und Doris Fath (Grünflächen- und Umweltamt), die stellvertretend für Umweltdezernent Klaus Feuchtinger erschien, eingeweiht werden konnte, wurden die Anwohner der Wohngegend „Am Sandakker“ nach dessen Akzeptanz befragt.

„Die überwiegende Mehrheit der Anwohner war für den Einbau des Trampolins“, sagte Rita Beller (SPD-Heimstättensiedlung), die sich zusammen mit der Stadtverordneten Corinna Reitz dafür stark machte, dass das beliebte Sportgerät nicht nur aus dem Lager heraus wieder für Kinder und Jugendliche zur Verfügung steht, sondern wünschenswerterweise in der Heimstättensiedlung verbleiben kann. Der Aufbau ist trotzdem unter Vorbehalt erfolgt. Sollte das Trampolinspringen nämlich auch hier als Lärmbelästigung wahrgenommen werden, dann würde das Corpus Delicti wieder demontiert und in ein Lager kommen. „Aber wir hoffen, dass es gut angenommen wird“, sagte Jochen Partsch, der während der Einweihung offensichtlich sehr viel Freude beim Hüpfen hatte. „Das Sprunggerät dürfen Jugendliche und Erwachsene genauso nutzen wie die Kinder“, äußerte Partsch unseren Zeitungen gegenüber, und lobte nach eingehender Prüfung auf dem Trampolin die gute Federung. Doch Achtung sei geboten! So mancher eifrige Hüpffloh verlor schon seine Hose in der Luft. Im Zuge der Einbauarbeiten der neuen Spiel-Attraktion „Am Sandacker“, die rund 1.400 Euro kosteten, wurden gleichzeitig Reparaturmaßnahmen auf dem Spielplatz ausgeführt. So wurde beispielsweise der Fallschutz unter der Schaukel ausgetauscht, die Sandkastenumrahmung erneuert und der Ballfangzaun repariert. Insgesamt beliefen sich diese Überarbeitungskosten auf 2.600 Euro. Doch auch andere Kinderspielplätze wurden dieses Jahr ordentlich ausgebessert. Der Stadt Darmstadt standen hierfür 509.000 Euro zur Verfügung, die als Sondermittel aus den HEAGErlösen für diesen Zweck eingesetzt werden konnten.

(„Bessunger Neue Nachrichten“ vom 28.08.09)