| Wohnen unter dem Bukowina-Wappen |
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Senioren: Im Buchenlandheim leben nicht nur Vertriebene aus Rumänien und der Ukraine Über der Bühne hängt eine wandfüllende Darstellung des Karpatenlands, die gegenüberliegende Wand schmückt das ,,Wappen der Bukowina". Dazwischen knirscht das Parkett. Der Blick fällt durch bodentiefe Fenster auf die große Terrassenebene, grün gesäumt von Rasen und Büschen. Man kann sich gut vorstellen, wie hier im Sommer gegrillt wird. Die alten Fotos an einer weiteren Wand im Festsaal erzählen derweil vom Bau der Seniorenwohnanlage ,,Buchenlandheim", in deren Erdgeschoss das alles liegt. Männer sind da zu sehen, die Anfang der siebziger Jahre die Ärmel hochgekrempelt und mit angepackt haben, um den Komplex in der Klausenburger Straße zu großen Teilen aus eigener Kraft und teils eigenen Mitteln hochzuziehen - als Alterssitz für ihre Angehörigen aus dem Buchenland. ,,Die eigene Verwandtschaft unterbringen und einen sozialen Zweck verfolgen", so umreißt Wolfgang Heinz als erster Vorsitzender des gemeinnützigen Trägervereins die Intention für den Bau des Buchenlandheims 1972, gegründet von der Landsmannschaft der Buchenländer, also jener Interessenvertretung der Vertriebenen aus Teilen Rumäniens und der Ukraine, die es nach dem Krieg auch in die Heimstättensiedlung verschlagen hatte. 69 Senioren leben derzeit in den 64 Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen für Menschen mit einem geringen Einkommen.
,,Die Sozialbindung muss nachgewiesen werden", nennt Geschäftsführerin Adelgunde Ludwar das mittlerweile einzige Einzugskriterium für die günstigen Wohnungen. Früher habe man noch Vereinsmitglied sein müssen, doch die Einrichtung habe sich schon früh geöffnet. Heute entstammten nur noch zwei Bewohner der ursprünglichen Gruppe der Buchenländer, die meisten allerdings kämen aus der Heimstätte. Eine Pflege wird nicht angeboten. ,,Das ist bei diesen Beträgen nicht machbar", stellt Heinz fest. Sie hätten einmal eine Pflegekraft dagehabt, doch da seien die Nebenkosten für die Bewohner zu hoch geworden. ,,Aber wir bemühen uns, möglichst viel präsent zu sein." So ist Adelgunde Ludwar mehrmals wöchentlich als Ansprechpartnerin vor Ort. Und aus dem Kreis der knapp zweihundert Vereinsmitglieder würden ab und zu ehrenamtlich Feste organisiert. Fortwährend zu tun hat der Verein zudem immer wieder mit der Sanierung und Instandhaltung des mehrstöckigen Gebäudes, das einen rundherum gepflegten Eindruck macht. Der Verein finanziert sämtliche Arbeiten aus Rücklagen. Nun wurde der Beschluss gefasst, das Haus und den Verein in eine Stiftung zu überführen, um finanziell besser abgesichert zu sein. Außerdem ist man auf der Suche nach einem Nutzer für das leer stehende Lokal neben dem Festsaal. Doch einen Mieter aus der Gastronomie wollen die Buchenlandheim-Betreiber nicht mehr. Begrüßen würden sie jemanden aus dem Gesundheitsbereich. Wolfgang Heinz: ,,Etwas, was zum Haus passt." (Quelle: Darmstädter Echo vom 04.06.2010)
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