| Es braucht ein ganzes Dorf, um Kinder zu erziehen |
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Runder Tisch: Friedrich-Ebert-Schule, Kindergärten und Vereine arbeiten zum Wohl der Heranwachsenden zusammen »In der Siedlung haben wir eine tolle Vereinslandschaft«, lobt Rebecca Oemisch, Leiterin der Kindertagesstätte »Wurzel« im Neubaugebiet. Zusammen mit Tina Perez Gonzalez, Leiterin der Friedrich-Ebert-Schule, hat sie den Runden Tisch Heimstättensiedlung ins Leben gerufen. Weil ein ganzes Dorf nötig ist, um Kinder zu erziehen, wie es in einem afrikanischen Sprichwort heißt. Der Runde Tisch versucht, Kräfte und Ideen der Akteure in der Siedlung zu bündeln und Projekte auf die Beine zu stellen, die eine einzelne Organisation nicht leisten könnte. Außerdem fördert dieses Netzwerk Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn. Zum Auftakttreffen im März 2009, das als Grillfest auf dem Gelände der Matthäusgemeinde deklariert war, kamen rund 130 Besucher. Eingeladen wurden »alle, die uns eingefallen sind und die in der Siedlung etwas bewegen können«. Dazu gehören alle vier Kindergärten, die Kirchengemeinden, Parteienvertreter, Elternbeiräte, Tagesmütter, städtischer Sozialdienst, Bürgerbüro-Mitarbeiter und Jürgen Luft, Vorsitzender des Bürger- und Kerbevereins. Alle waren Feuer und Flamme für die Idee des Runden Tisches. Kontakte Es bildete sich ein Stamm von etwa zwanzig Mitarbeitern, die sich regelmäßig in der Friedrich-Ebert-Schule treffen. Erstes sichtbares Ergebnis ist der Siedlungskalender 2010, auf dem die Daten von Veranstaltungen - etwa Bauernmarkt, Ferienspiele oder Seniorenkaffee - ebenso vermerkt sind wie die Adressen und Ansprechpartner von Vereinen und Parteien. Ende November werden die Kalender für 2011 in den Briefkästen liegen. Die Verkehrssicherheit der Kinder ist für Rebecca Oemisch und Tina Perez Gonzalez ein Dauerthema. Wenn die Eltern ihre Kinder morgens mit dem Auto »zackig« in den Kindergarten oder in die Schule bringen, entstehen gefährliche Situationen. Alle kommen gleichzeitig, wollen möglichst nahe an den Gebäuden parken, übersehen dabei aber laufende Kinder. »Kinder sollten zu Fuß zur Schule gehen,« empfehlen die Pädagoginnen »dann können sie quatschen, haben den Kopf frei und lernen, sich in der Siedlung zurechtzufinden.« Nach den Sommerferien standen Mitglieder des Runden Tisches mit Warnwesten und Flyern vor allen Schulen und Kindergärten, um auf richtiges Verkehrsverhalten aufmerksam zu machen. Das vom Runden Tisch im Mai organisierte Kinderspielfest auf dem Ollendorfplatz führte Kinder und Jugendliche aus dem alten Teil der Siedlung und dem Neubaugebiet zusammen. Der Andrang war so groß, dass die Anne-Frank-Straße gesperrt werden musste - nur der Bus durfte noch fahren. Ähnlich erfolgreich dürfte das Weihnachtsbaumfest am ersten Advent (28. November) ab 17 Uhr werden. Dafür basteln alle Kitas der Siedlung Baumschmuck. Wenn der letzte Ton des gemeinsam gesungenen Liedes »Oh Tannenbaum« verklungen ist, werden Baum und Ollendorfplatz im Licht elektrischer Kerzen erstrahlen.
Wer sich für den Runden Tisch interessiert, kann zum nächsten Treffen am Dienstag (23. November) um 19.30 Uhr in die Friedrich-Ebert-Schule, Pulverhäuser Weg 31, kommen. (Quelle: Darmstädter Echo vom 21.10.2010)
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