| Fast alle Kunden werden mit Namen begrüßt |
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Vor 60 Jahren eröffnete Alois Zweyrohn die Heimstätten-Apotheke „Wir haben hier fast nur Stammkunden. Neunzig Prozent unserer Kunden werden mit Namen angesprochen.“ Das macht für Anja Schüler, die vor fünf Jahren die Heimstätten-Apotheke übernommen hat, den besonderen Charme ihres Geschäftes am Straubplatz aus. Vier ihrer sieben Angestellten sind schon seit vielen Jahren dabei, darunter Dagmar Bojand, die Apotheker Gerd Zweyrohn vor 37 Jahren als ersten Lehrling eingestellt hat. Weil die damals Sechzehnjährige nicht so recht wusste, was sie werden sollte, fragte ihre Mutter einfach mal bei Zweyrohn nach - und der Zufall fügte es, dass gerade eine Lehrstelle für eine Apothekenhelferin frei war. Bojand erlernte noch das Pillendrehen und Herstellen von Zäpfchen.
Erster Standort der Apotheke, die eine von rund 40 im Stadtgebiet, aber die einzige in der Siedlung ist, war die ehemalige Gaststätte Asbeck in der neuen Köhlertanne, heute ein Friseurgeschäft. Anja Schüler bewahrt noch das Flugblatt auf, mit dem der promovierte Pharmaziedirektor Alois Zweyrohn vor 60 Jahren die Einwohner von Heimstättensiedlung, Buchenlandsiedlung und Donausiedlung auf sein neues Geschäft aufmerksam gemacht hat. Einen Teil seiner Sammlung von alten Apothekengeräten, darunter auch ein Pillenbrett, wird sie in der nächsten Woche im Schaufenster ausstellen - als Hinweis auf das lokale Jubiläum. 1957 zog die Apotheke in den Heimstättenweg um, ins Zentrum der Siedlung, wo sie sich heute noch befindet. Ab 1971 wurde sie vom Sohn des Pharmaziedirektors, Gerd Zweyrohn, weitergeführt. Eine gründliche Renovierung war 1979 fällig. Die heutige Inhaberin übernahm die Apotheke im März 2005 und brachte sie auf den neuesten Stand. Zuvor hatte sie zusammen mit ihrem Mann Rainer die nur 1,2 Kilometer Luftlinie entfernte Fliederberg-Apotheke geleitet. Jetzt sind die beiden Geschäfte Partner-Apotheken. „Wir werden als Einheit wahrgenommen“, sagt Anja Schüler. In der Heimstättensiedlung, dem Dorf in der Stadt, hat die Familie Schüler ihr neues Zuhause gefunden. (Quelle: Darmstädter Echo vom 30.12.2010)
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