Es fehlt ein Treffpunkt für die Jugend

Freizeit: Vorschlag: Jugendliche sollen BMX- und Skateranlage der Lincoln-Siedlung nutzen.

Die Jugendlichen aus dem Neubaugebiet Ernst-Ludwig-Park haben kein Gelände, auf dem sie sich sportlich austoben können. Deshalb halten sie sich – zum Ärger der Anwohner – auf dem Spielplatz an der 150 Meter langen und 25 Meter breiten Elisabeth-Leuschner-Anlage, genannt „Lagune“ auf. Das Jugendamt hatte vor, in enger Abstimmung mit Jugendlichen aus dem Umfeld der evangelischen Matthäusgemeinde auf dem ehemaligen Schießplatz an der Winkelschneise eine Skateranlage bauen zu lassen. Dafür waren schon 10 000 Euro bereitgestellt. Doch 2009 wurde das Projekt wegen anderer Prioritäten kurzfristig zurückgestellt. Bei den Gesprächen mit Jugendlichen stellte sich überdies heraus, dass sie keinen Sinn darin sehen, die ihm Winter gern genutzte Rodelfläche durch eine solche Anlage zu begrenzen. Gespräche mit ihnen haben zu dem Ergebnis geführt, dass sie stattdessen lieber die Skate- und BMX-Anlage in der Lincoln-Siedlung benutzen wollen, sagt Jugendamtsleiter Thomas Gehrisch. Sie ist nicht weit entfernt, nur durch die B 3 getrennt. Dieser Wunsch wurde dem Stadtplanungsamt mitgeteilt. Ein eigenes Jugendhaus im Neubaugebiet Ernst-Ludwig-Park, das auf der Wunschliste der Jugendlichen steht, wird es nicht geben, aber die abgespeckte Variante, ein informeller Treff für Jugendliche, hat durchaus Realisierungschancen. Jugendamtsleiter Gehrisch: „Dafür gibt es Bedarf, der aus der Sicht des Jugendamtes berücksichtigt werden muss.“ Für diesen Zweck könnten die zurückgestellten 10 000 Euro verwendet werden. Die einzige Fläche, die dafür in Frage komme, sei die im Bereich der Kindertagesstätte „Wurzel“ und des ehemaligen amerikanischen Theaters, das schon seit Jahren leer steht.

(Quelle: Darmstädter Echo vom 19.05.2011)