Gefahrenstelle im Pulverhäuserweg

Wegen parkender Pkws müssen Autos an der Einmündung Eschollbrücker Straße auf die Gegenspur ausweichen.

Das Auto fährt den Pulverhäuserweg entlang. Kurz vor dessen Ende muss es auf die linke Gegenspur ausweichen, weil rechts ein Wohnmobil parkt. In diesem Moment biegt aus der Eschollbrücker Straße eine Autofahrerin ein und muss abrupt stehen bleiben, als ihr das andere Fahrzeug auf ihrer Spur entgegenkommt – wie ein Geisterfahrer, mit dem ein Zusammenstoß droht. Armin Söring ist das nicht nur einmal passiert. Der 69 Jahre alte Darmstädter ist mehrmals wöchentlich bei seiner Lebensgefährtin in der Heimstättensiedlung zu Besuch und passiert dann oft eben jene Einmündung Eschollbrücker Straße und Pulverhäuserweg. Häufig schon, so berichtet er, sei er dort „in eine gefährliche Situation geraten“ Das schrieb der Darmstädter vor zwei Jahren dem städtischen Straßenverkehrs- und Tiefbauamt mit der Bitte, die Situation durch ein Halteverbot zu entschärfen. Häufig stünden am letzten Abschnitt des Pulverhäuserwegs große Fahrzeuge, weswegen man auf die linke Spur ausweichen müsse. Auch könne man die Eschollbrücker Straße nicht einsehen und ob von dort ein Auto einbiegen will. Und Einbiegende könnten auch nicht frühzeitig erkennen, dass ihnen jemand entgegenkommt.

Söring hat beobachtet, dass Autos von der Eschollbrücker Straße aus oft sehr zügig einbiegen, weil auf dieser Schneise stadtein- und stadtauswärts viele Fahrzeuge unterwegs sind und das recht schnell. Oft habe ein ihm im Pulverhäuserweg entgegenkommendes Fahrzeug stark abbremsen müssen, weil er notgedrungen auf dessen Seite unterwegs war. „Die Leute sind verständlicherweise immer richtig verärgert.“

Glücklicherweise sei an der Ecke so viel Platz, etwa eine Buslänge, dass einbiegende Autos beim Anhalten nicht in die Hauptstraße ragen und den vorbeiströmenden Verkehr behindern. „Aber extrem schwierig ist es, wenn der Schulbus einbiegt.“ Das geschieht regelmäßig, denn weiter hinten im Pulverhäuserweg befindet sich die Friedrich-Ebert-Schule.

Die Stadt hat Armin Söring recht gegeben. „Das von Ihnen geschilderte Problem ist uns bekannt und wir sehen – wie sie auch – Handlungsbedarf“, antwortete man ihm schriftlich. Daraufhin wurde, so berichtet Söring weiter, ein teilweises Halteverbot ab der Einfahrt zum Grundstück Pulverhäuserweg 2 eingerichtet. „Leider hat sich die gefährliche Situation dadurch nur unzureichend geändert“, musste Söring feststellen und schrieb nun im September erneut an die Stadt.

„Leider parkt in dem nicht durch das Halteverbot eingeschränkten Abschnitt nahezu ununterbrochen ein langes Wohnmobil und ein dahinter abgestellter Kastenanhänger“, erläuterte er. „Ich habe immer ein ungutes Gefühl, wenn ich mich auf der linken Straßenseite der Einmündung nähere.“ Besonders heikel sei eine Situation gewesen, als ein einbiegender Schulbus stehen bleiben musste und noch in die Eschollbrücker Straße ragte. „Der morgendlich stark stadteinwärts führende Verkehr musste stoppen. Eine unnötig gefährliche Situation!“ Armin Söring hat nun die Behörde gebeten, die Stelle noch einmal zu begutachten und das Halteverbot auf den gesamten Abschnitt zwischen Forstweg und Eschollbrücker Straße auszudehnen.

Und zumindest dem ersten Wunsch ist die Stadt schon einmal gefolgt. Laut Pressesprecherin Sigrid Dreiseitel war das Ganze Thema bei einem Treffen der AG Verkehrssicherheit Anfang November. „Da ist beschlossen worden, einen erneuten Ortstermin zu machen.“

Unter anderem aus Krankheitsgründen sei dieser bislang noch nicht zustande gekommen, es stehe noch kein konkreter Termin an. Man wolle in jedem Fall prüfen, ob das Halteverbot ausgeweitet werden kann. Die Stadt-Sprecherin versichert: „Man nimmt das ernst und versucht, eine Lösung zu finden.“

(Quelle: Darmstädter Echo vom 15.12.2011)