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Die Friedrich-Ebert-Schule hat eine neue Direktorin. Stefanie Brand tritt die Nachfolge von Christiane Kässner an, welche im Sommer in den Ruhestand verabschiedet wurde. Ihre ersten Tage hat sie gut überstanden. „Ich wurde hier ganz offen und nett aufgenommen, sowohl von den Eltern, als auch von den Kollegen.“  Als Direktorin steckt Brand bis über die Ohren in Arbeit. Sie unterrichtet zwei Förderstunden Deutsch und 15 Stunden Mathe. Ein bißchen unterschätzt habe sie die Kombination aus Unterricht und Direktorentätigkeiten schon. „Es ist immer wieder ein Spagat zwischen hier im Büro und rechtzeitig im Klassenraum zu sein.“ Trotz des Stresses reizen Brand ihre neuen Aufgaben. „Die Position bietet andere Gestaltungsmöglichkeiten.“
Dabei scheut sie auch nicht die Verantwortung. „Man trifft eigene Entscheidungen und trägt dieKonsequenzen.“ Den Weg zur Schulleiterin verfolgte sie zielstrebig aber mit Bedacht. Bevor sie an die Friedrich-Ebert-Schule wechselte, arbeitete Brand als Konrektorin an der Wilhelm-Leuschner-Schule in Pfungstadt. „Dort konnte ich ausprobieren,ob mir diese Richtung wirklich liegt. Für mich machte das Sinn, den Beruf von der Pike auf zu lernen.“ Zur Zeit treibt Brand vor allem bestehende Projekte voran. „Wir führen das weiter, was begonnen wurde.“ Das große Ziel ist das Zertifikat „Gesunde Schule“. Nachdem bereits das Teilzertifikat „Bewegung“ erreicht wurde, werden nun Pläne für die nächste Hürde „Gesunde Ernährung“ geschmiedet. Diese beinhalten zum Beispiel eine Garten AG, in der die Schüler einen Nutzgarten anlegen und diesen auch hegen und pflegen. Neben solchen Projekten muß sich die Direktorin auch mit den in den letzten Jahren entstandenen Anforderungen an Schulen auseinandersetzen. Dabei ist die Hilfe von Eltern immens wichtig. Schule sei in den Augen einiger Eltern in die Dienstleisterrolle gerückt,sagt Brand. „Eine Erziehung, die im Elternhaus nicht erfolgt,kann die Schule jedoch nicht übernehmen.“ Es kommen immer mehr Kinder in die Grundschule,die Auffälligkeiten in ihrem Verhalten oder Teilleistungsstörungen in gewissen Bereichen wie Wahrnehmung oder Motorik zeigen, sagt Brand. Umso erfreuter zeigt sie sich über die Arbeit, die die Eltern hier bereits vor der Einschulung leisten. „Es gab so gut wie keine Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten, bei denen nichts getan wurde.“ Das Wohl der Kinder liegt der neuen Direktorin sehr am Herzen. „Kinder müssen länger zusammen lernen. Ich war selbst als Kind in der Förderstufe und habe das als sehr positiv erlebt.“ Wichtig sei es außerdem, den Leistungsdruck von den Grundschülern zu nehmen. Einen kleinen Beitrag dazu leistet Stefanie Brand in ihrem Unterricht. Früher ging sie selbst vielen Hobbies nach und weiß daher, wie man den Schülern ein wenig Streß nimmt. „Ich gebe freitags keine Hausaufgaben auf – nur wenn die Klasse nicht gut gearbeitet hat an dem Tag.“ (Quelle: Bessunger Neue Nachrichten vom 21.11.2008)
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