|
„Oberbürgermeister missbraucht den ICE-Beirat“ |
|
Mitglieder fürchten, der Parlamentsbeschluss für den Vollanschluss des Hauptbahnhofs soll ausgehebelt werden Sehr unterschiedliche Wertungen gibt es aus Kreisen des ICE-Beirats, der nach längerer Pause am Mittwochabend im Alten Schalthaus zweieinhalb Stunden nichtöffentlich getagt hat. Es habe mehrheitlich eine klare Positionierung gegeben, die Vollanbindung des Hauptbahnhofs nicht zu opfern, berichtete Beiratssprecher Christoph Ewen. Das entspricht auch der Beschlusslage im Parlament. Allerdings gebe es große Vorbehalte seitens der Interessengemeinschaften wegen der hohe Belastung. Wenn man dennoch auf die volle Anbindung des Hauptbahnhofes verzichten müsse, so sei die Einschätzung gewesen, dann sollte man dies „teuer verkaufen“ und beispielsweise auf die Anbindung an den Flughafen und bessere Verbindungen über den Hauptbahnhof nach Norden und Süden drängen, sagte Christoph Ewen. Bei der Befragung von fünf Bahn-Mitarbeitern habe sich der Eindruck verstärkt, dass die Heimstättensiedlung bei einer Vollanbindung sehr belastet wäre, sagte Helmut Schulte von der „Bürgerinitiative gegen eine ICE-Trasse an der Eschollbrücker Straße“. Nach der offenen Diskussion im Beirat hoffe er, dass dies in den Kreis der Stadtverordneten getragen werde, die nach seinem Eindruck noch nicht genügend Wissen über die komplizierte Sachlage hätten. Helmut Schulte sprach von einer verfahrenen Situation und bemerkte: „Der Vollanschluss des Hauptbahnhofs ist doch kein Dogma.“
weiterlesen.. (Quelle: Darmstädter Echo vom 26.09.2009)
|