| Aufbau der Evangelischen Kirche |
Seite 1 von 2
Die Matthäuskirche ist eine der 49 so genannten Notkirchen von Prof. Otto Bartning, die in den Jahren 1948-1951 in Deutschland aufgestellt und vom Weltrat der Kirchen und vom Lutherischen Weltbund in hohem Maße finanziert wurden. Die Gemeinde, die eine solche Notkirche erhielt, musste das Fundament und die Wände (hier Hohlblocksteine aus dem zermahlenen Trümmerschutt des 1944 zerstörten Darmstadt) in Eigenhilfe erstellen und erhielt dann die serienmäßig hergestellte Dachbinderkonstruktion zum Aufschlagen. Parallel zum Aufbau der Heimstättensiedlung, in der ab 1932 Arbeitslose in Selbsthilfe ihre Häuser bauten und sich nach dem Kriege Ungarndeutsche, Buchenländer und Siebenbürgendeutsche mit dem Bau ihrer Häuser eine neue Heimat schufen, erstellte die 1935 entstandene Matthäusgemeinde unter der energischen Leitung des Pfarrers Hans Stenger (1911-1993) ihr Gotteshaus, zu dem am 4.9.1949 der Grundstein gelegt und das am 19.3.1950 eingeweiht w urde. Kindergarten, Gemeindesaal und Wohnung der Kindergarten- und Gemeindeschwester fanden im Vorraum und im Anbau der Kirche Platz. Später kamen die Orgel (1953), der Turm (1959)in dem zuerst die kleine Glocke des ehemaligen Landratsamtes ihren Dienst verrichtete.(1960)Kamen die vier Glocken hinzu. Der leuchtend rötliche Ton, der von den im Split enthaltenen Ziegelsteinen herrührt, gibt dem Kircheninnern soviel anheimelnde Wärme, daß an Stelle eines Verputzes ein Bildprogramm mit Themen aus dem Matthäusevangelium durch den Künstler Will Sohl 1953/54 gestaltet wurde. (Quelle: evangelisches-darmstadt.de) Hier ein Paar Bilder dazu :
|


